Seikwa WaSH-Projekt mit Hygieneschulung

Hintergrund des Seikwa WaSH-Projekts

Seikwa ist eine Kleinstadt mit ca. 12.000 Einwohnern in der Brong Ahafo Region in Ghana, ca. 30 km von der Distrikthauptstadt Nsawkaw entfernt. In Seikwa und den umliegenden Ortschaften haben viele Haushalte nur begrenzten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Offene Toilettengänge ohne entsprechende Sanitäranlage sind weit verbreitet – mit drastischen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen.

Dabei handelt es sich um eine stille Krise, die sich negativ auf die gesamte Bevölkerung in dieser Region auswirkt. Die Lage der Einwohner verschlechtert sich mit der Zeit immer mehr. Da es bisher jedoch an Lösungen mangelt, bleibt den Menschen vor Ort nichts anderes übrig, als die Situation widerwillig zu ertragen.

Unsere Vision

Madamfo Ghana möchte mit dem WaSH-Projekt die Lage der Menschen in Seikwa verbessern. WaSH steht dabei für Wasser, Sanitär und Hygiene. Damit das gelingt, muss zunächst einmal eine geeignete Infrastruktur für sauberes Trinkwasser und sanitäre Anlagen geschaffen werden. Darüber hinaus sollen spezielle Hygieneschulungen für Lehrer und Studenten dafür sorgen, dass die Menschen vor Ort für das Thema Hygiene sensibilisiert werden und das Wissen gezielt weitergeben können – getreu unserem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

Das WaSH-Projekt

Beim WaSH-Projekt in Seikwa soll eine Toilettenanlage mit 25 WCs zusammen mit einer sauberen Trinkwasserversorgung entstehen. Das Projekt wird dabei direkt an die örtliche Krankenschwestern- und Hebammenschule angegliedert.

Derzeit benutzen dort noch alle Studenten gemeinsam eine einzige Toilettenanlage, eine sogenannte Ventilated Indirect Pit (VIP), sowie ein WC. Aufgrund der unzureichenden Toiletteneinrichtungen auf dem Campus kam es in der Vergangenheit häufig zu einer Überbeanspruchung dieses WCs und damit auch zu schweren hygienischen Problemen. So sahen viele Studenten keine andere Möglichkeit, als ihren Stuhlgang offen im Gebüsch zu verrichten, was gravierende gesundheitliche Auswirkungen auf das Leben aller Studenten sowie der Menschen in der Umgebung des Colleges hat.

Projektziele

Das Hauptziel des Projekts ist der Bau einer ausreichenden Anzahl an Toiletten nach Schulstandard für alle Schülerinnen, Schüler und das Schulpersonal. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler mit dem WaSH-Projekt zum Thema Hygiene geschult werden, sodass sie das Gelernte dann wiederum in ihren Gemeinden und umliegenden Schulen weitervermitteln können.

In alle Projektaktivitäten werden entsprechende Gender- sowie soziale Integrationselemente mit einbezogen. So ist die Teilnahme, Konsultation und/oder Berücksichtigung aller Studierenden und Bewohner gewährleistet.

Weitere Projektschwerpunkte:

  • Die Schülerinnen und Schüler werden zu WaSH-Promotoren ausgebildet, um in ihren Gemeinden und Schulen für gute Hygienepraktiken zu sensibilisieren.
  • Es werden Aufklärungskampagnen für das Händewaschen und die Einführung von Hygienegewohnheiten initialisiert.

WaSH-Trainerausbildung

Im Zuge des WaSH-Projekts wird auch eine Trainer-of-Trainer-Ausbildung durchgeführt. Das Ziel dabei ist, Lehrer nach dem WaSH-Prinzip zu den Themen Wasser, Sanitäranlagen und Hygiene auszubilden, damit diese den Lehrstoff dann wiederum an Nachbarschulen nach dem sogenannten „Kaskadenmodell“ unterrichten können.

Das bedeutet, dass ein Teil des Personals so geschult wird, dass sie das Wissen an andere Kollegen sowie an Studenten weitergeben können, die dann wiederum das erlernte Wissen direkt an ihre Eltern, Familien und ihre Gemeinde übermitteln.

Die Schulung deckt folgende Themen in Bezug auf WaSH ab:

  • Wasserversorgung
  • Handhygiene
  • Hygieneförderung
  • Reinigung und Desinfektion

Geschulte WaSH-Promotor/-Studenten werden mehrere Methoden anwenden, um Informationen über das WaSH-Programm sowie dazugehörige Aktivitäten in den Gemeinden zu verbreiten. Dazu nutzen sie beispielsweise Rollenspiele und Aufführungen, persönliche Gesundheitsgespräche und traditionelle Informationskanäle.