Coronavirus – Wir helfen vor Ort

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Die ganze Welt befindet sich in einem vorher noch nie dagewesenen Ausnahmezustand. Die Krankheit COVID-19, die durch das Coronavirus ausgelöst wird, hat bereits viele Menschenleben gefordert.
Wir alle sind in großer Sorge und versuchen uns und unsere Familien zu schützen. Auch wirtschaftlich ist es für viele eine Zerreißprobe.
Doch damit die Ausbreitung des Virus weltweit gestoppt werden kann, müssen wir alle zusammenarbeiten.
Während es in Deutschland und in anderen Ländern Europas und der Welt zu Lockerungen der Maßnahmen kommt, steht uns hier in Ghana das Schlimmste noch bevor.

Wir sind nun ganz besonders auf Eure Hilfe angewiesen!

Wir lassen Euch nicht im Stich – wir bleiben bei Euch!

Natürlich denken wir alle in dieser Zeit vor allem an unsere Angehörigen und Freunde, trotzdem bitten wir Sie, die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt nicht zu vergessen! Denn dort wird das Virus, wenn es sich weiter ausbreitet, Auswirkungen katastrophalen Ausmaßes haben. In Ghana ist der Ernstfall bereits eingetreten – das Virus hat die Dörfer erreicht.

Während viele Organisationen ihre Mitarbeiter aus Ghana abgezogen haben, sind wir vor Ort, denn Madamfo bedeutet Freund und wir lassen unsere Freunde gerade jetzt nicht im Stich. In einigen Gebieten sind wir aktuell die einzige Organisation vor Ort!

Unser großer Vorteil ist, dass wir schon immer unsere Projekte ausschließlich mit Einheimischen realisieren. Wir sind im ganzen Land gut vernetzt und können so effizient und effektiv auf unvorhersehbare Änderungen schnellstens regieren. Die Gesundheits- und Verwaltungsbehörden kennen uns sehr gut und sind auf unsere Hilfe angewiesen.


Anleitung für eine Gesichtsmaske aus einem Stofftaschentuch

Unsere Projekte – wie geht es weiter?
UPDATE 10.06.2020

Lage im Land

Seitdem der lockdown von Greater Accra mit Tema, Kasoa und Greater Kumasi am 20.04.2020, trotz steigender Erkrankungszahlen, aufgehoben wurde, steigen die Erkrankungszahlen rasant an. Den offiziellen Zahlen steht eine hohe Dunkelziffer gegenüber, da nur unzureichend getestet werden kann. In Tema hat bestätigten Aussagen zufolge eine Person in einer Fabrik, über 500 weitere Personen angesteckt!

Die Regeln zur sozialen Distanz, das Verbot von Versammlungen, Kindergarten- und Schulschließungen, das Tragen von Masken etc. gelten weiterhin, die Implementierung in den Millionenmetropolen Accra und Kumasi ist aber nahezu aussichtslos.

Leider ist der von uns befürchtete Ernstfall eingetreten – das Virus ist in den Dörfern im Landesinneren angekommen. Wir sind sehr besorgt, dass sich da Virus nun durch die Aufhebung der Ausgangsbeschränkung und das unentdeckt bleiben exponentiell verbreiten wird.

Um das zu verhindern arbeiten rund um die Uhr mit den lokalen Gesundheitsbehörden zusammen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

Warum ist COVID-19 für Menschen in Entwicklungsländern so gefährlich?

In Ghana gibt es keine funktionierendes Gesundheitssystem. Es fehlen Krankenhäuser, Ausstattung (es gibt z.B. fast keine Beatmungsgeräte, Vergleich Ghana: 300, Deutschland: 28.000) und medizinisches Personal. Die Behandlungen müssen zudem bezahlt werden. Für die Mehrheit der Bevölkerung schon in „Normalzeiten“ nicht möglich.
Es gibt keine flächendeckenden Möglichkeiten, die Menschen zu testen und erst recht nicht angemessen zu behandeln. Arme Familien können sich keine Gesundheitsversorgung leisten.
Es gibt eine große Anzahl von Menschen mit schweren und zum Großteil unbehandelten Vorerkrankungen. Lungenentzündungen und Tuberkulose sind weit verbreitet, genauso wie HIV. Dazu kommen noch Krankheiten wie Malaria, Typhus und Cholera.
In der Upper West Region gibt es zudem zur Zeit einen Meningitis-Ausbruch, mit bereits mehr als 40 Toten innerhalb weniger Tage.

Was machen wir?

Prävention rettet in der jetzigen Situation Leben!

In Ghana kann das Virus zu einer noch nie da gewesenen humanitären Katastrophe führen – doch das versuchen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln zu verhindern.

Neben unseren laufenden Projekten müssen wir gezielt eingreifen, um die weitere Ausbreitung des Virus in Ghana möglichst zu verhindern. Wir sind hier dringend auf Eure Spenden angewiesen!

Unser Stop Covid-19 Program sieht folgendermaßen aus:

  • Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne – Unsere geschulten Mitarbeiter (Krankenschwestern und Sozialarbeiter) sind vor Ort und klären die Menschen über notwendige Hygienemaßnahmen, wie z. B. richtiges Händewaschen und die Notwendigkeit der sozialen Distanz auf. Dies kann über Radiokampagnen, aber auch über Autos geschehen, die ein Lautsprechersystem auf dem Dach haben. So können Informationsdurchsagen, mit der nötigen sozialen Distanz, abgespielt werden.
  • Bereitstellung von:


    Veronica-Bucket-Kits (Eimersets zum Händewaschen mit fließendem Wasser und Seife) bereitzustellen, um es den Menschen überhaupt erst zu ermöglichen, die Hygieneempfehlungen umzusetzen, sind akut die einzige Lösung, um die Pandemie am Fortschreiten zu hindern!
    25,00€ für ein Set

    Desinfektionsmittel zur Hände- und Flächendesinfektion
    30,00€ für 5l Desinfektionsmittel

    PPE (Personal protective equipment) wie Mundschutz und Handschuhe
    1,00€ pro Set (Mundschutz, Handschuhe)


    Infrarot-Thermometer zur Diagnostik bei Einhaltung der soz. Distanz
    200,00€ pro Thermometer

Durch unsere Spendenaktion konnten wir bisher 10 Distrikte erreichen und unter anderem insgesamt
– 350 Veronica-Bucket-Kits (Handwaschvorrichtungen) mit Seife,

– 300 Liter Desinfektionsmittel,

– 30 große Kartons Papierhandtücher,

– 20.000 Schutzmasken

– 400 Gesichtsschilder

– 300.000 Handschuhe

– 6 Pulsoxymeter

– 6 Infrarot-Thermometer bereitstellen

Die schnelle Durchführung des Projekts ist durch unsere 10jährige Erfahrung, die wir z. B. bei unserer Kampagne zur Verringerung der Mutter-/Kind-Sterblichkeit und anderen Hygienekampagnen sammeln konnten, gewährleistet!

Sie unterstützen hier keinen bürokratischen oder ineffizienten „Wasserkopf“ an Verwaltung, der Wochen braucht um Entscheidungen zu treffen. Wir agieren und reagieren – und zwar gezielt, effektiv und sofort!

Lage in den Projektgebieten

Unsere Projekte, insbesondere im Gesundheits- und Hygienebereich werden schnellstmöglich fertig gestellt. Dazu zählen unter anderem die Kliniken im Tain District, die Wasserversorgung für Atebubu, WASH-Projekt für Kabile,
WaSH-Projekt für Abono und eine mechanisierte Wasserversorgung für Esreso.
Arbeiten, die von einzelnen Mitarbeitern erledigt werden können, wie z. B. Anstriche von Gebäuden, Fliesen verlegen usw. werden fortgesetzt.

Die Mitarbeit der Dorfbewohner ist derzeit ausgesetzt, denn auch in Ghana sind Ansammlungen größerer Menschenmengen derzeit verboten und wir möchten die Dorfbewohner keiner Gesundheitsgefahr aussetzen.

Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, um möglichst viele Menschen zu erreichen und so die Ausbreitung des Virus in Ghana einzudämmen.

Wie geht es meinem Patenkind?

Das werden Sie sich vielleicht als Pate fragen. Nach aktuellem Stand sind uns keine Fälle von COVID-19 Erkrankungen bei unseren Patenkindern und ihren Familien bekannt. Auch in Ghana haben Schulen und Kindergärten geschlossen. Die Kinder befinden sich entweder in unserem Kinderheim oder bei ihren Familien zu Hause. Im Kinderheim Ho lernen die Kinder im Home-Schooling.

Bitte beachten Sie, dass das Briefe schreiben derzeit ausgesetzt ist. Unsere Mitarbeiter können die Kinder momentan nicht in den verschiedenen Dörfern aufsuchen. Außer von den Kindern in Ho wird es voraussichtlich in den nächsten Monaten keine Briefe geben.
Genauso verhält es sich mit den Zeugnissen. Wir alle wissen nicht, wie lange diese Ausnahmesituation anhalten wird. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis und werden Sie auch weiterhin bestmöglich auf dieser Seite und in unseren Newslettern informieren.

Gerade jetzt benötigen wir Ihre Unterstützung noch mehr als zuvor, denn mit einer Kinderpatenschaft fördern Sie langfristig die Gesundheitsversorgung und die Ernährung der Kinder.