Bamboo builds future

Unsere Vision

Mit Bamboo Builds Future stellen wir Bambus als nachhaltigen Baustoff in den Mittelpunkt und positionieren ihn als echte Alternative zu Holz. Unser Ziel ist es, konventionelles Holz Schritt für Schritt vollständig und langfristig durch die Nutzung von Bambus zu ersetzen.

Damit wollen wir einen Beitrag zum Schutz natürlicher Ressourcen leisten und neue Wege im Umgang mit Materialien aufzeigen, die ökologisch sinnvoll und zukunftsfähig sind. Gleichzeitig verstehen wir Bambus als wichtigen Baustein im Kampf gegen den Klimawandel, durch seine schnelle Wachstumsrate und seine Fähigkeit, große Mengen CO₂ zu binden.

Bambus steht für uns dabei nicht nur für einen Rohstoff, sondern für ein Umdenken, hin zu Lösungen, die nachhaltig wirken und langfristig Bestand haben.

Der Waldzustand in Ghana – Eine kritische Bestandsaufnahme

Die Wälder Ghanas befinden sich in einem alarmierenden Zustand: In den vergangenen hundert Jahren ist ihre Fläche um rund 80 Prozent geschrumpft, nur ein Fünftel der ursprünglichen Waldbedeckung ist geblieben. Der hohe Bedarf an Holz, etwa für Möbel und die Bauwirtschaft, verschärft die Zerstörung der natürlichen Lebensräume und führt zu Erosion und verändert das lokale Klima. Über ein Drittel des Landes ist zudem von fortschreitender Desertifikation bedroht, der Ausbreitung der Sahara nach Süden. Nur konsequente Schutz- und Wiederaufforstungsmaßnahmen können die weitere Degradierung der wertvollen Ökosysteme aufhalten.

Warum Bambus?

Bambus wächst bis zu 1 Meter pro Tag, bindet mehr CO₂ als viele Bäume und regeneriert sich nach der Ernte selbst. Er ersetzt Tropenholz in der Möbel und Baubranche, schützt somit Ghanas Wälder vor Abholzung und schafft neue Perspektiven für Mensch und Umwelt. Hinzu kommt, dass Holz in tropischen Regionen stark anfällig für Termitenbefall ist, was die Lebensdauer deutlich verkürzt. Hier ist Bambus eine echte Alternative, da er Termiten nicht schmeckt.

Unser Lösungsansatz

Mit Bamboo Builds Future denken wir das Thema von Anfang bis Ende. Vom Anbau des Bambus bis zum fertigen Produkt bauen wir eine komplette Wertschöpfungskette vor Ort auf.

Unser Ansatz basiert auf drei Säulen:

  1. der Bambusplantage als Grundlage für den Rohstoff,
  2. der Werkstatt für die Verarbeitung und
  3. der Ausbildung von Fachkräften, die dieses Wissen langfristig weitertragen.

So entsteht ein System, das praktisch funktioniert, unabhängig ist und Schritt für Schritt wachsen kann. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass Know-how, Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Land bleiben.

1. Unsere Bambusfarm

Ziel der Farm

In Ghana sind verschiedene Bambusarten heimisch. Doch nicht jede eignet sich für jede Verwendung. Jede Art hat ihre spezifischen Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten.

Deshalb haben wir uns intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Bambusarten für unsere Ziele wirklich geeignet sind. Im Laufe des letzten Jahres haben wir analysiert, recherchiert und uns mit Experten ausgetauscht. Dabei wurde deutlich: Es gibt aktuell keinen lokalen Zugang zu einer grösseren Menge Bambus, die uns zuverlässig mit dem benötigten Rohmaterial versorgen könnte. Genau hier setzen wir nun an.

Flächen & Standorte

Aktuell befinden wir uns in der finalen Phase der Landsicherung. Die Flächen, die uns angeboten wurden, sind brach und liegen in einer Region mit idealen klimatischen Bedingungen für den Bambusanbau. Auf dieser Fläche kann genau das entstehen, was wir brauchen: Aufforstung, nachhaltige Nutzung und neue Perspektiven für die Menschen vor Ort.

Dieses Land ist aber nicht selbstverständlich. In vielen Regionen wird Boden durch illegales Oberflächen-Mining zerstört. Böden werden unbrauchbar, Wasser wird vergiftet und Lebensgrundlagen gehen verloren. Wenn wir dieses Land sichern, schützen wir es genau davor.

Bambusarten

Wir konzentrieren uns aktuell auf vier Bambusarten, die sich für unsere Ziele besonders eignen:

  • Dendrocalamus asper
  • Bambusa balcooa
  • Guadua angustifolia
  • Bambusa Vulgaris

Diese Auswahl basiert auf ihren Eigenschaften in Bezug auf Stabilität, Wachstum und Verarbeitungsmöglichkeiten.

Anbau & nachhaltige Bewirtschaftung

Unser Ansatz ist es, die gesamte Wertschöpfungskette vor Ort aufzubauen. Deshalb planen wir, nicht nur die Farm, sondern auch Werkstatt, Lager und Infrastruktur direkt auf dem Gelände anzusiedeln.

Kurze Wege reduzieren Transport, sparen Kosten und vermeiden zusätzliche CO₂-Emissionen. Gleichzeitig entstehen auf dem Gelände Unterkünfte für Mitarbeitende und ihre Familien, sodass lange Arbeitswege entfallen.

Eine Farm dieser Größe schafft darüber hinaus echte Perspektiven für die umliegenden Gemeinden. Arbeitsplätze entstehen direkt vor Ort, wirtschaftliche Impulse bleiben in der Region und es wächst ein neues Verständnis für nachhaltige Landnutzung.

Gerade in Regionen, die vom illegalen Oberflächen-Mining betroffen sind, setzen wir damit ein bewusstes Gegenmodell: nachhaltige Nutzung, zum Beispiel in Kombination mit landwirtschaftlichem Anbau wie Mais, statt Zerstörung.

Projektstand & Fortschritt

Wir stehen aktuell kurz vor dem Erwerb von Land und schaffen damit die Grundlage für alles, was folgt.
Mit dieser Fläche entsteht ein Ort, der geschützt wird, statt ausgebeutet zu werden. Ein Ort, an dem Natur wachsen darf und gleichzeitig neue wirtschaftliche Perspektiven entstehen.

Dafür brauchen wir Unterstützung.

Mit 25 Euro können 100 m² Land gesichert werden.

  • 100 m², die geschützt bleiben.
  • 100 m², auf denen Bambus in Kombination mit Getreide wächst.
  • 100 m² Zukunft.

Gemeinsam können wir diesen Raum sichern und daraus etwas aufbauen, das langfristig trägt.

2. Unsere Bambuswerkstatt – Bambility Workshop

Die Werkstatt

In unserer Bambuswerkstatt wird aus dem Rohstoff Bambus ein fertiges Produkt. Hier findet die gesamte Verarbeitung statt, vom frisch geernteten Bambus aus der Plantage, bis hin zum einsatzbereiten Endprodukt, zum Beispiel einer Schulbank.

Produktionsprozess

Nach der Ernte wird der Bambus für die Weiterverarbeitung vorbereitet. Zunächst wird er in ein Tauchbad gelegt. Dieser Prozess macht ihn widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse und entzieht ihm Stärke und Zucker, die ihn anfällig für Schädlinge machen könnten.

Anschließend folgt eine Trocknungsphase, bei der natürliche Gegebenheiten wie Sonne, Schatten und Luftzirkulation genutzt werden. Erst danach ist der Bambus bereit für die eigentliche Verarbeitung.

Produkte & Innovation

Bambus unterscheidet sich in seiner Struktur und Form deutlich von Holz und bringt eigene Herausforderungen in der Verarbeitung mit sich. Gerade gleichmäßige, gerade Flächen sind aufwendiger herzustellen als bei Holz.

Wir sehen darin die Chance, neue Lösungen zu entwickeln und die Nutzung von Bambus weiter voranzubringen. Dabei stehen wir im Austausch mit Experten aus Deutschland, Guatemala, Bali und Ghana.

Unser erstes Produkt ist bereits im Einsatz: eine Schulbank aus Bambus. Aktuell bestehen bereits große Teile der Konstruktion aus Bambus.

Ein Vergleich zeigt die Wirkung: Acht Bambus-Schulbänke können einem großen Baum im Regenwald das Leben retten.

Qualitätsstandards

Bevor wir in die Produktion gegangen sind, haben wir verschiedene Prototypen entwickelt und getestet. Diese wurden vom Ghana Education Service geprüft und abgenommen.

Die Maße orientieren sich an bestehenden Standards in Ghana, sowie an internationalen Vorgaben. Entscheidend ist für uns, dass die Produkte vor Ort sinnvoll, robust und alltagstauglich eingesetzt werden können.

Arbeitsplätze & lokale Wertschöpfung

Die gesamte Wertschöpfung findet vor Ort statt. Wir arbeiten ausschließlich mit lokalen Fachkräften und bauen Schritt für Schritt ein Team auf, das die Produktion eigenständig trägt.
So entstehen Arbeitsplätze, Einkommen und neue Perspektiven direkt in der Region. Gleichzeitig bleibt das Wissen im Land und entwickelt sich weiter.
Unser Ziel ist es, nicht nur Produkte herzustellen, sondern Strukturen aufzubauen, die langfristig tragen und unabhängig funktionieren.

 3. Training & Ausbildung

Ausbildung von Schreinern

Ein zentraler Bestandteil unseres Projekts ist die Ausbildung und Weiterbildung lokaler Schreiner. Unser Ziel ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig internationales Wissen mit lokalem Know-how zu verbinden.

Dabei geht es nicht nur um die Verarbeitung von Bambus, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte, das Verstehen von Materialeigenschaften und die Fähigkeit, eigenständig Lösungen zu erarbeiten und weiterzuentwickeln.

Zusammenarbeit mit Experten

Das Wissen über die professionelle Nutzung von Bambus ist in Ghana aktuell nur begrenzt verfügbar. Gleichzeitig fehlen Strukturen, um Prozesse planbar, verlässlich und auf konstantem Niveau umzusetzen.

Wir arbeiten mit internationalen Experten zusammen und holen gezielt Know-how ins Land, unter anderem aus Ländern mit langjähriger Erfahrung im Bambusbereich, wie Guatemala, Indien und Indonesien.

Unser Ziel ist es, dieses Wissen nicht punktuell zu nutzen, sondern langfristig lokal zu verankern und weiterzugeben.

Trainingsprogramme, Wissenstransfer & Kompetenzzentrum

Wir entwickeln strukturierte Trainingsprogramme, die praxisnah aufgebaut sind und direkt in die Umsetzung führen. Dabei steht nicht nur die Vermittlung von Wissen im Fokus, sondern die Fähigkeit, dieses eigenständig anzuwenden und weiterzuentwickeln.

Mittelfristig wollen wir ein Kompetenzzentrum aufbauen, das als Anlaufstelle für Ausbildung, Austausch und Weiterentwicklung dient. Ein Ort, an dem Wissen gebündelt wird und von dem aus sich die Nutzung von Bambus weiter verbreiten kann.

Nicht nur in Ghana, sondern idealerweise in Westafrika und darüber hinaus.

So können Sie helfen

Jetzt spenden und Bildung wachsen lassen!

Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie:

  • einen Bambussetzling: 3,50€
  • 100m² Anbaufläche: 25€
  • eine Schulbank für ein Kind: 35 €
  • ein Möbel-Set (Tisch mit 5 Stühlen) für den Kindergarten: 125€
  • Möbel für eine ganze Klasse (30 Kinder): 1.050 €

 

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Vorstellung unserer Bambus-Schulbank

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